Bombenanschlag auf syrischen Premier: Moskau rechnet mit internationaler Kritik

Moskau rechnet damit, dass seine internationalen Partner den jüngsten Bombenanschlag in unmittelbarer Nähe des Autokonvois des syrischen Premiers verurteilen werden, heißt es in einem Kommentar des PR-Amtes des russischen Außenministeriums.

Im Stadtzentrum von Damaskus ist am Montag ein Anschlag auf den syrischen Premier Vail el Halaki verübt worden. Laut Medienberichten wurde ein Sprengsatz gezündet, als die Wagenkolonne des Premiers an einer Schule und einem Kindergarten vorbeifuhr. Es gibt Tote und Verletzte. Der Regierungschef blieb am Leben, einer seiner Leibwächter wurde getötet.

„Wir verurteilen die erneute verbrecherische Aktion von Extremisten entschieden. Wir drücken den Familien der Toten unser Beileid aus und wünschen den Verletzten baldige Genesung", heißt es in der Mitteilung.

Das russische Außenministerium äußert die Hoffnung, dass „unsere internationalen und regionalen Partner, die der Tragödie nicht gleichgültig zusehen können, die das syrische Volk jetzt durchlebt, diesen neuen Terrorakt in der syrischen Hauptstadt ebenfalls eindeutig verurteilen werden", heißt es.

In Syrien dauern seit März 2011 schwere Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten mehr als 70 000 Menschen getötet worden. Millionen mussten ihre Häuser verlassen. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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