Der russische Außenminister Lawrow: Moskau weiterhin für Gewaltstopp in Syrien

Die Haltung Russlands gegenüber Syrien ist weiterhin unverändert und läuft darauf hinaus, dass die Konfliktseiten die Gewalt einstellen und sich an den Verhandlungstisch setzen müssen, so der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau bei einer Pressekonferenz.

„Wir nehmen an, dass es im Libanon und in anderen Ländern der Region Politiker gibt, die ihre Wünsche als Realität hinstellen wollen. So etwas kommt wohl in jedem Land vor. Aber unsere Position

hat sich nicht verändert. Seit dem Ausbruch des Konfliktes haben wir all diejenigen, die die Situation beeinflussen können, dazu aufgerufen, zu keiner der Parteien zu halten und alle Kampfseiten aufzufordern, die Gewalt einzustellen und Verhandlungen ohne Vorbedingungen aufzunehmen." So kommentierte Lawrow libanesische Presseberichte über eine veränderte Haltung Moskaus gegenüber Syrien.

Auf die Frage nach US-amerikanischen und britischen Berichten über einen Einsatz von chemischen Waffen in Syrien, sagte Lawrow, er könne sich eindeutiger Äußerungen und Behauptungen dazu aus den USA nicht entsinnen.

Die USA „kommentieren die diesbezüglichen Berichte nur zurückhaltend". Auch seien nicht alle Berichte zum Thema C-Waffen gerechtfertigt, sagte der Außenminister.

In Bezug auf die Anwendung von Massenvernichtungswaffen im Syrien-Konflikt für die Herbeiführung von geopolitischen Zielen sagte Lawrow, dieses Thema sei unzulässig. „Es gibt offensichtlich Staaten, denen jedes Mittel recht ist, um das syrische Regime zu stürzen. Aber das Thema der Anwendung von Massenvernichtungswaffen ist zu ernst dafür. Ich halte es für unzulässig, dieses Thema zu nutzen und darauf zu spekulieren, um politische Ziele zu erreichen," so Lawrow.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.