Hochrangiger israelischer Militär: keine Kriegsgefahr im Nahen Osten nach den jüngsten Luftschlägen gegen Syrien

Der Kommandierende der israelischen Truppen in den an Syrien angrenzenden Gebieten, Generalmajor Yair Golan, sieht nach eigenen Worten keine Kriegsgefahr im Raum seines Zuständigkeitsbereichs - ungeachtet der jüngsten Luftschläge gegen Vororte von Damaskus, für die Syrien Israel verantwortlich macht.

Die israelischen Politiker und Militärs haben die Medienberichte, denen zufolge die israelische Luftwaffe ein Militärobjekt - vermutlich ein Forschungszentrum oder ein Depot für Raketen aus iranischer Produktion - in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus zerbombt hatte, weder bestätigt noch zurückgewiesen. Unbeantwortet bleiben auch die Äußerungen der syrischen Führung, die den israelischen Luftangriff mit einer Kriegserklärung verglichen und erklärt hat, sich mit allen nur möglichen Mitteln zu verteidigen.

„Wir müssen ständig einsatzbereit sein und üben, aber es wehen keine Kriegswinde", zitiert das israelische Nachrichtenportal Ynet Generalmajor Golan, der für den Schutz der israelischen Grenze zum Libanon und zu Syrien zuständig ist.

Israelische Medien sehen auch in dem bereits begonnenen viertägigen China-Besuch von Premier Benjamin Netanjahu ein Zeichen dafür, dass die israelische Staatsführung über die entstandene Situation nicht übermäßig besorgt ist.

Dennoch hatte die israelische Armee am Vortag die Verlegung von zwei Raketenabwehr-Batterien nach Norden bekanntgegeben. Zudem wurde der Luftraum über diesem Teil des Landes für Zivilflugzeuge gesperrt.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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