Boston-Bomber Dschochar Zarnajew gesteht Beteiligung an Attentat ein

Der mutmaßliche Attentäter des Boston-Marathons Dschochar Zarnajew hat sich noch vor seiner Festnahme zu dem Anschlag am 15. Mai bekannt, teilte der TV-Sender CBS News mit Hinweis auf eine Quelle mit.

Nach Angaben des Fernsehsenders hat Zarnajew auf der Innenseite einer Seitenwand des Motorbootes, in dem er sich vor der Polizei versteckte, eine mit Kugelschreiber gemachte Inschrift hinterlassen. Darin heißt es, dass die Anschläge seine Rache an den USA für das Vorgehen in Afghanistan und im Irak seien.

Zarnajew soll die Opfer des Anschlags als einen „Nebenschaden" bezeichnet haben - ebenso wie auch Muslime zu Opfern amerikanischer Kriege werden, hieß es.

Er trauere nicht um den Tod seines älteren Bruders Tamerlan, der beim Schusswechsel mit der Polizei ums Leben gekommen und damit zum Märtyrer geworden und zum Himmel aufgestiegen sei, wo Dschochar selbst sich ihm anzuschließen hoffe.

Bei dem Attentat auf den internationalen Marathonlauf am 15. April in Boston sind drei Menschen ums Leben gekommen, mehr als 250 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Der 19-jährige Dschochar Zarnajew muss sich wegen der Anwendung von "Massenvernichtungswaffen" sowie der vorsätzlichen Zerstörung von Eigentum mit Sprengstoff mit Todesfolge vor Gericht verantworten.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.