Depardieus Filmprojekte in Russland: Tschetscheniens Präsident und Ex-Gangster

Der französische Schauspieler Gérard Depardieu (64), der kürzlich den russischen Pass direkt von Präsident Wladimir Putin erhalten hatte, will laut französischen Medien in einem Film Achmad Kadyrow, den ehemaligen Präsidenten Tschetscheniens und Vater des jetzigen Republikchefs, spielen.

Kadyrow sen. war am 9. Mai 2004 in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny bei einem Anschlag während der Siegestags-Feierlichkeiten getötet worden.

Die Dreharbeiten für den patriotischen Film „Vaters Herz", der dem erfolgreichen Wiederaufbau nach

den Tschetschenienkriegen gewidmet ist, sollen in nächster Zeit auf dem Territorium der Republik beginnen, so die französische Zeitung „Le Monde".

Bereits im Februar 2013 hatte Depardieu, Ehrenbürger Tschetscheniens und Eigentümer eines Luxusapartments im Hochhauskomplex „Grosny-City" – ein Geschenk von Republikschef Ramsan Kadyrow – bei seinem Besuch in der nordkaukasischen Teilrepublik seine Absicht bekannt gegeben, einen Film über diese Region zu drehen.

Das zweite Filmprojekt des französischen Filmstars in Russland heißt „Torquoise" („Türkis"). Es soll ein Crime-Thriller sein, in dem Depardieu gemeinsam mit Elizabeth Hurley, britische Schauspielerin und Model, spielen wird.

Hurley soll dabei eine russische Schönheit namens Alexandra Iwanowa und Depardieu den Ex-Gangster Viktor Lambert spielen, der sich in der Vergangenheit auf den Raub von Kunstwerken spezialisiert hatte.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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