Russische Militärexperten: US-Medien schüren Kriegspsychose um Syrien

Die neuerliche Meldung der Zeitung New York Times, Russland habe die syrische Armee mit neuartigen Schiffsabwehraketen ausgestattet, ist nach der Einschätzung russischer Militärexperten nichts weiter als ein Versuch, Emotionen anzustacheln und einen Vorwand für eine mögliche Invasion zu finden.

Der Bericht der New York Times habe das Ziel, einen Anlass für einen Angriff auf Syrien zu finden, urteilte Generaloberst i. R. Leonid Iwaschow, Präsident der Moskauer Akademie für geopolitische

Probleme. „Sie haben vor zwei Jahren diese Operation begonnen, bestimmte Mittel eingeplant und Stabsstrukturen geschaffen und stehen heute vor einer Niederlage." „Sie sind das nicht gewohnt und schüren deshalb eine Psychose um Syrien, um einen Anlass zu finden – selbst den geringsten", sagte der General.

Nicht von ungefähr sei bereits über den vermeintlichen Einsatz chemischer Waffen und über russische Luftabwehrraketen S-300 in Syrien berichtet worden, sagte Iwaschow weiter Nun seien Jachont-Raketen an der Reihe, die anders als S-300 keine Verteidigungswaffe seien, so dass man Syrien einer Aggression beschuldigen könnte. „Jachont ist eine Angriffswaffe. Deshalb setzen sie jetzt diese Desinformation in Umlauf."

Laut dem Chefredakteur des Magazins National Defence, Igor Korotschenko, hat Russland die Jachont-Raketen noch vor dem Bürgerkrieg an Syrien geliefert. Die Meldung der „New York Times" enthülle nichts Sensationelles, sondern ziele nur darauf ab, „die Leidenschaften aufzustacheln".

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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