Sergej Lawrow warnt vor unangemessener Reaktion auf Nordkoreas Schritte

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Freitag gewarnt, Schritte Nordkoreas als Anlass für eine Aufrüstung in der Region zu nutzen.

„Die Handlungen, die Nordkorea entgegen den Resolutionen des UN-Sicherheitsrats unternommen hat, sind unannehmbar", sagte Lawrow am Freitag, nach einer Unterredung mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Moskau. Doch habe die Weltgemeinschaft mit entsprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrats bereits angemessen darauf reagiert.

Unangemessene Antworten, die Spannungen auf der Koreahalbinsel schüren, müssten vermieden werden, sagte Lawrow. Auch dürften die Handlungen Nordkoreas nicht als Vorwand für eine Aufstockung der Rüstungen in dieser ohnehin komplizierten Region genutzt werden.

Nordkorea hatte sich 2005 zur Kernwaffenmacht erklärt und führte seitdem mehrere Atomtests durch, auf die der UN-Sicherheitsrat mit Sanktionen reagierte. Der jüngste Atomversuch fand im Februar statt. Der Korea-Konflikt eskalierte, nachdem das kommunistische Land im März sämtliche Nichtangriffsabkommen mit Südkorea aufgekündigt und den USA einen nuklearen Erstschlag in Aussicht gestellt hat. Anschließend drohte Pjöngjang mit einem Angriff auf die US-Basen auf Guam und Okinawa.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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