Ban Ki-moon: Neue Syrien-Konferenz in allernächster Zeit

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erwartet, dass die neue internationale Syrien-Konferenz in allernächsten Zeit und möglicherweise schon Anfang Juni zustande kommen wird.

„Weil die Seiten mich gebeten haben, diese Konferenz unter der UN-Schirmherrschaft einzuberufen, führe ich intensive Konsultationen", teilte Ban am Sonntag bei seinem Besuch in der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti in Moskau mit.

Er habe diesbezüglich bereits mit allen UN-Vetomächten (Russland, USA, Großbritannien, Frankreich

und China) aber auch mit Vertretern anderer Staaten gesprochen. „Wir prüfen die Möglichkeit, die Konferenz zum Anfang Juni einzuberufen", teilte der UN-Generalsekretär weiter mit. Obwohl noch kein fester Termin vereinbart worden sei, „bin ich mir sicher, dass wir die Konferenz sehr bald durchführen."

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Amtskollege John Kerry hatten sich Anfang Mai auf die Durchführung einer internationalen Konferenz verständigt, um Wege zur Beilegung des andauernden Syrien-Konflikts zu finden.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin an der geplanten Konferenz persönlich teilnehmen wird. US-Präsident Barack Obama erwartet, dass die neue Syrien-Konferenz erfolgreich wird.

Die erste Syrien-Konferenz hatte am 30. Juni 2012 in Genf stattgefunden und die Bildung einer Übergangsregierung in dem Bürgerkriegsland empfohlen.

In Syrien dauern seit März 2011 schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen an. Laut den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten mehr als 80 000 Menschen getötet worden. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen. Die Opposition lehnt Friedensverhandlungen mit Assad und seinen Anhängern ab.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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