Gérard Depardieu macht sich an der Wolga selbstständig

Gérard Depardieu, der in diesem Jahr in Russland eingebürgert wurde, hat sich in seinem neuen Wohnort Saransk rund 650 Kilometer südöstlich von Moskau als selbstständiger Unternehmer eintragen lassen, wie Nikolai Borodatschew, Leiter des russischen Staatsfilmarchivs Gosfilmofond und guter Freund des französischen Filmstars, mitteilte.

Nach seinen Worten hat Depardieu am Montag die entsprechende Urkunde ausgestellt bekommen. Der Status als juristische Person sei nötig, um die Steuern von der unternehmerischen Tätigkeit

in Russland zu zahlen. Laut Borodatschew will sich Depardieu in Russland mit Theater- und Filmtätigkeiten beschäftigen. Zuvor hatte der auch als Gastronom bekannte französische Schauspieler angekündigt, in Saransk ein preiswertes Restaurant zu eröffnen.

Gérard Depardieu (64) hatte im vergangenen Jahr, nachdem Präsident Francois Hollande eine 75-prozentige Reichensteuer angekündigt hatte, geäußert, er wolle seinen französischen Pass abgeben. Zuerst wollte der Filmstar Belgier werden, bevor er plötzlich die russische Staatsbürgerschaft bekam. Präsident Wladimir Putin hat ihm persönlich den neuen Pass überreicht. Im Februar erhielt Depardieu in Saransk (russische Teilrepublik Mordwinien) eine Aufenthaltsgenehmigung.

Er ist Botschafter der mordwinischen Hauptstadt Saransk, wo Spiele der Fußball-WM 2018 ausgetragen werden sollen, in der FIFA. Zudem besuchte Depardieu den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow, der ihm eine Fünf-Zimmer-Wohnung in der Republik schenkte.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.