Gericht lehnt Strafaussetzung für Pussy-Riot-Punkerin Maria Aljochina ab

Ein Gebietsgericht von Perm hat am Donnerstag eine bedingte Strafaussetzung für Maria Aljochina, Teilnehmerin der Skandalband Pussy Riot, abgelehnt.

Am Mittwoch war die wegen des „Punk-Gebets" in der Moskauer Erlöserkathedrale zu zwei Jahren Haft verurteilte Aljochina im Straflager Beresniki (Region Perm) in den Hungerstreik getreten, da ihr

nicht erlaubt worden war, der Verhandlung zu ihrem Antrag auf vorzeitige Haftentlassung im Gerichtssaal beizuwohnen.

Wie heute bekannt wurde, hat auch der Ex-Beatle Paul McCartney der inhaftierten Maria Aljochina in zwei offenen Briefen an die russische Führung seine Unterstützung zum Ausdruck gebracht, heißt es auf der offiziellen Website des Künstlers.

Fünf Frauen in Sturmmasken und greller Kleidung hatten im Februar 2012 in der Moskauer Erlöserkathedrale, dem wichtigsten Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche, ein „Punkgebet" aufgeführt. Das Video der Performance wurde im Internet veröffentlicht und sorgte landesweit für großes Aufsehen.

Im August 2012 verurteilte ein Gericht in Moskau Nadeschda Tolokonnikowa (22), Maria Aljochina (24) - beide Mütter kleiner Kinder - sowie Jekaterina Samuzewitsch (30) wegen „Rowdytums aus religiösem Hass" zu je zwei Jahren Haft. Samuzewitsch wurde kurz danach auf Bewährung freigelassen.

 

Dieser beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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