Russlands Außenministerium: Syrien-Konflikt hat auch Auswirkungen auf den Irak

Die Zuspitzung der Lage im Irak ist mit dem Übergreifen des Syrien-Konfliktes auf andere Länder der Region verbunden, erklärte Russlands Außenamt am Dienstag im Zusammenhang mit den jüngsten Terroranschlägen in Bagdad.

„Für uns ist es ganz offensichtlich: Was jetzt im Irak geschieht, ist ein Ergebnis tiefer und nicht

geregelter sozialpolitischer und konfessioneller Widersprüche, die sich infolge der Intervention im Jahr 2003 und des darauf folgenden Bürgerkrieges vertieft haben", heißt es in einer Mitteilung auf der Internetseite des Außenministeriums.

„Die Zuspitzung der Lage ist außerdem auf den bewaffneten Konflikt in Syrien zurückzuführen, der sich allmählich über die nationalen Grenzen ausbreitet und ein regionales Ausmaß annimmt."

Russland appelliere an alle politischen Kräfte im Irak, die nationale Aussöhnung herbeizuführen, um die radikalen Gruppen daran zu hindern, Blutvergießen zwischen den Konfessionen zu schüren und die Iraker zu neuen Leiden und Zerstörungen zu verdammen.

In der irakischen Hauptstadt hatte es am Vortag mehrere Anschläge gegeben, bei denen 82 Menschen getötet und 130 weitere verletzt wurden.

UN-Experten zufolge wurden im April mehr als 700 irakische Bürger von Terroristen getötet. Das ist die größte Opferzahl seit 2007, als es im Land zu einer erbitterten Konfrontation zwischen den Kampfgruppierungen von Sunniten und Schiiten.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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