Pussy-Riot-Punkerin Maria Aljochina in medizinische Abteilung des Straflagers eingewiesen

Die inhaftierte Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina, die am 22. Mai in den Hungerstreik getreten war, ist in die medizinische Abteilung ihres Straflagers überstellt worden, verlautete am Mittwoch aus der Strafvollzugsbehörde der Ural-Region Perm. Am Mittwoch soll eine Gruppe von Menschenrechtlern Aljochina besuchen, so ein Sprecher der Behörde gegenüber RIA Novosti. Eine Auskunft über den Gesundheitszustand von Aljochina hat der Sprecher mit dem Hinweis auf das Arztgeheimnis

verweigert. Laut der Anwältin von Aljochina, Irina Chrunowa, werden regionale Menschenrechtsaktivisten die Strafanstalt besuchen, um die Haftbedingungen zu prüfen.

Fünf Frauen in Sturmmasken und greller Kleidung hatten im Februar 2012 in der Moskauer Erlöserkathedrale, dem wichtigsten Gotteshaus der Russisch-Orthodoxen Kirche, ein „Punkgebet" aufgeführt. Das Video der Performance wurde im Internet veröffentlicht und sorgte landesweit für großes Aufsehen.

Im August 2012 verurteilte ein Gericht in Moskau Nadeschda Tolokonnikowa (22), Maria Aljochina (24) - beide Mütter kleiner Kinder - sowie Jekaterina Samuzewitsch (30) wegen „Rowdytums aus religiösem Hass" zu je zwei Jahren Haft. Samuzewitsch wurde kurz danach auf Bewährung freigelassen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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