Sergej Lawrow: Syrien-Konflikt nimmt zwischenkonfessionellen Charakter an

Der Syrien-Konflikt nimmt laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow immer mehr einen zwischenkonfessionellen Charakter an, was die Stabilität in der Region gefährdet.

„Der Konflikt wird immer mehr zwischenkonfessionell. Dies birgt eine Vertiefung der Widersprüche innerhalb der islamischen Welt und ernsthafte Bedrohungen für die in dieser Region lebenden

nichtislamischen Gruppen in sich", sagte Lawrow am Mittwoch auf einer Pressekonferenz und wies darauf hin, dass Russland deshalb keine anderen Methoden für die Beilegung des Konfliktes als nur durch die Einberufung einer Friedenskonferenz sehe.

Die Initiative zur Durchführung einer Syrien-Konferenz, die eine Fortsetzung des Treffens in Genf vom 30. Juni 2012 werden soll, hatten der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein amerikanischer Amtskollege John Kerry Anfang Mai ergriffen. Auch Länder, die die syrische Opposition unterstützen und der Gruppe der „Syrien-Freunde" angehören, sprachen sich für eine Unterstützung dieser Maßnahme aus. Auch die Regierung in Damaskus willigte offiziell in die Teilnahme an dieser Konferenz ein. Die Oppositionsgruppen haben sich jedoch bisher zu dieser Frage nicht einigen können.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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