Wladimir Putin: Zypern-Krise zeigte Vertrauensdefizit zwischen Russland und EU

Russland und die Europäische Union müssen laut Präsident Wladimir Putin im Zusammenhang mit dem Zypern-Schuldenproblem intensiver an der Stärkung des Vertrauens und der Transparenz in den Beziehungen arbeiten.

Russland und die Europäische Union müssen laut Präsident Wladimir Putin im Zusammenhang mit dem Zypern-Schuldenproblem intensiver an der Stärkung des Vertrauens und der Transparenz in den Beziehungen arbeiten.

„Das Zypern-Schuldenproblem leuchtete aus, dass es zusätzliche Konsultationen und Arbeit zur Erhöhung des Vertrauens und der Transparenz in unseren Beziehungen benötigt", sagte Putin in

einer Plenarsitzung des Russland-EU-Gipfels in Jekaterinburg.

Der russische Staatschef fügte hinzu, dass die Seiten am Montag bereits bei einem informellen Treffen ihre Einschätzung zur Lage der Wirtschaft Russlands, der EU sowie der Weltwirtschaft ausgetauscht hätten.

Seinen Worten nach haben Russland und die EU eine gute Basis für eine fortschreitende Vertiefung der gegenseitig vorteilhaften Beziehungen. Der Umfang des gegenseitigen Handels sei 2012 sogar vor dem Hintergrund der Probleme in der Weltwirtschaft um 4,1 Prozent auf 410, 3 Milliarden Dollar gewachsen, was fast die Hälfte des Außenhandelsumsatzes Russlands betrage.

Die Europäische Union sei der größte Investor in die russische Wirtschaft. Der Umfang der akkumulierten Investitionen der EU-Mitgliedsländer belaufe sich auf 276, 8 Milliarden Dollar. 60 Prozent der russischen Investitionen im Ausland kommen ihrerseits auf die Europäische Union, und etwa 40 Prozent von Gold- und Devisenreserven Russlands seien im Euro nominiert.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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