Vereitelter Terroranschlag in Moskau: FSB nimmt Drahtzieher fest

Mehr als zwei Wochen nach der Zerschlagung einer Terrorgruppe, die nach Behördenangaben einen Terroranschlag in Moskau plante, hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB den mutmaßlichen Drahtzieher verhaftet.

Mehr als zwei Wochen nach der Zerschlagung einer Terrorgruppe, die nach Behördenangaben einen Terroranschlag in Moskau plante, hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB den mutmaßlichen Drahtzieher verhaftet.

Julaj Dawletow sollte im Auftrag der terroristischen „Islamischen Partei von Turkestan" eine Anschlagsserie in Moskau organisieren und wurde bei einer Razzia festgenommen, wie die Anti-Terror-Behörde NAK am Donnerstag mitteilte. Die Bomben sollten am 9. Mai hochgehen, als Russland den Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg feierte.

Die Behörden waren bereits im April den Terroristen auf die Spur gekommen, die sich im Moskauer

Vorort Orechowo-Sujewo versteckten. Nach Angaben der Anti-Terror-Behörde NAK haben die Verdächtigen eine Terrorausbildung im pakistanischen Nord-Waziristan durchlaufen und sogar gegen das Nato-Kontingent in Afghanistan gekämpft. Nord-Waziristan ist ein Stammesgebiet in Pakistan und gilt als Zufluchtsort für Taliban und Al-Qaida.

Bei einem Sondereinsatz am 21. Mai wurden zwei mutmaßliche Terroristen getötet und ein weiterer festgenommen. Dieser lieferte nun den Drahtzieher dem FSB aus. Nach Angaben der Tageszeitung „Kommensant" war Julaj Dawletow vor rund fünf Jahren aus Ufa, der Hauptstadt der islamisch geprägten russischen Teilrepublik Baschkortostan, nach Moskau angereist.

Die „Islamische Partei von Turkestan" (auch bekannt als „Islamische Bewegung von Usbekistan") ist in Russland, aber auch in mehreren europäischen Staaten und in den USA als terroristisch verboten.

 

Dieser Beutrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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