Gazprom rechnet mit Ausbau von Untergrundgasspeicher Katharina in Deutschland

Der russische Gaskonzern Gazprom rechnet damit, dass der Ausbau des Untergrundgasspeichers Katharina in Deutschland in nächster Zeit beschlossen wird.

Das sagte Gazprom-Vizevorstand Alexander Medwedjew am Donnerstag in Leipzig auf einer Pressekonferenz, die dem 40. Jahrestag der Aufnahme russischer Gaslieferungen an Deutschland

galt. "Die Realisierung des Katharina-Projekts läuft nach Plan. Derzeit hat der Speicher eine Kapazität von rund 600 Millionen Kubikmeter Gas. In einer nächsten Sitzung des Aufsichtsrates wird eine Variante zum Ausbau des Speichers unter die Lupe genommen... Soviel ich weiß, sind die Aktionäre positiv gestimmt", sagte der Topmanager.

Um seine Gaslieferungen an Europa sicherer zu machen, nutzt der Gazprom-Konzern Kapazitäten europäischer Gasspeicher. Das sind Haidach (Österreich), ein Speicher in Großbritannien, Rehden, Katharina und ein Gasspeicher des Konzerns VNG (Deutschland), Incukalns (Lettland) und Banatski Dvor (Serbien).

2006 bis 2011 stockte Gazprom seine Speicherkapazitäten in Europa (ohne Incukalns) von 1,4 Milliarden auf drei Milliarden Kubikmeter. 2011 wurden in ausländische Speicher 4,9 Milliarden Kubikmeter Gas gepumpt und 3,7 Milliarden abgenommen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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