Russische Blauhelme auf Golanhöhen: Israel reagiert zurückhaltend auf Putins Vorschlag

Israel hat eine Antwort auf den Vorschlag Russlands gegeben, ein Friedenskontingent auf die Golanhöhen zu entsenden, teilte der israelische Vizeaußenminister Zeev Elkin mit. Auf den Inhalt der Antwort ging der Vizeminister, der am Montag in Moskau eintrifft, allerdings nicht ein.

„Die Position Israels wurde klar und deutlich bei einem Telefongespräch zwischen den Spitzenrepräsentanten beider Länder dargelegt", sagte Elkin unter Hinweis auf ein Telefongespräch zwischen Präsident Wladimir Putin und Premier Benjamin Netanjahu am Freitag. „Es gibt Dinge, die besser auf diesem Niveau bleiben sollten."

Zugleich zitierte AFP am Sonntag den Minister für strategische Planung Israels, Yuval Steinitz, der den Vorschlag, russische Friedenssoldaten in den von Syrien kontrollierten Teil der Golanhöhen zu entsenden, als „unrealisierbar" bezeichnet hatte.

Uno-Vertreter hatten zuvor darauf verwiesen, dass die Kräfte der Uno-Vetoländer laut den Dokumenten der Weltorganisation keine Blauhelme stellen dürfen, die auf den Golanhöhen die Trennlinie zwischen Syrien und Israel kontrollieren.

Nach Ansicht von Michail Rostschin aus dem Moskauer Orientalistik-Institut liegt der eigentliche Grund wahrscheinlich in den aktuellen Beziehungen zwischen Russland und Syrien. Der Konflikt in der Region nehme immer ernsthafte Formen an, und die Friedenstruppen auf den Golanhöhen könnten „unter Beschuss geraten", so der Experte.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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