Russland will Kinderadoption durch homosexuelle Paare im Ausland verbieten

Laut dem Vorsitzenden der Staatsduma, Sergej Naryschkin, nimmt das russische Parlamentsunterhaus voraussichtlich in der nächsten Woche Änderungen an den Gesetzen vor, die die Adoption russischer Kinder durch gleichgeschlechtliche Familien im Ausland verbieten.

„Wir müssen (entsprechende) Maßnahmen treffen und Änderungen an den russischen Gesetzen vornehmen, die die Kinderadoption durch gleichgeschlechtliche Elternpaare verbieten", so Naryschkin am Montag in Moskau.

Laut Naryschkin soll die genannte Änderung an einem Gesetzentwurf vorgenommen werden, der

bereits in erster Lesung angenommen worden war. Der Gesetzentwurf sieht Unterstützung für Adoptionsfamilien vor. Der Duma-Ausschuss für Familie, Frauen und Kinder und der Auswärtige Duma-Ausschuss sollen am Donnerstag die Frage der Adoption russischer Kinder durch gleichgeschlechtliche Paare erörtern. Es ist zu erwarten, dass der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow, ein Sprecher des Ministeriums für Bildung und Forschung Russlands, sowie Teilnehmer der Protestaktionen gegen die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen in Frankreich der Sitzung beiwohnen werden.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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