US-Botschafter in Russland: Washington und Moskau müssen gemeinsam Lösung mit Iran suchen

Die Administration von Barack Obama sieht Russland als keinen Konkurrenten im Sicherheitsbereich, sondern ist darauf eingestellt, zusammen mit Moskau gemeinsame Weltprobleme zu lösen, so der US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, am Montag in Moskau auf einem Seminar in der Moskauer Schule für politische Studien.

„Wir sind der Meinung, dass Russland den USA im Sicherheitsbereich ebenso wie im Wirtschaftsbereich keine Konkurrenz macht. Präsident Obama befürwortet Beziehungen, die es den beiden Seiten ermöglichen, Vorteile zu ziehen", so McFaul. Die „Nullspiel-Politik" aus Zeiten des

Kalten Krieges stehe dabei nicht auf der Tagesordnung. "Es liegt in unserem Interesse, bessere Beziehungen mit Russland zu unterhalten", so McFaul.

Unter den Weltproblemen, die gemeinsamer Lösungen Russlands und der USA bedürfen, nannte der Diplomat die atomare Rüstungskontrolle, die Situation um Nordkorea und den Iran sowie Afghanistan, „insbesondere nach dem für das Jahr 2014 angesetzte US-Truppenabzug".

McFaul bezeichnete die Differenzen zwischen Moskau und Washington in Bezug auf Georgien nach den Ereignissen vom August 2008 als ein akutes Problem in den bilateralen Beziehungen. „Wir haben große Differenzen in Bezug auf Georgien. Dabei halten wir es für notwendig, zusammenzuarbeiten. Ich sehe unsere Beziehungen optimistisch", so der US-Botschafter.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland