Moskau: Trotz Erklärung des Weißen Hauses vorerst keine Lieferung von S-300-Komplexen nach Syrien

Trotz der Ankündigung der USA, die Rebellen in Syrien mit Waffen versorgen zu wollen, liefert Russland laut Kreml-Berater Juri Uschakow vorerst keine S-300-Flugabwehrsysteme an die syrische Regierung.

„Davon ist vorerst nicht die Rede", sagte Uschakow am Freitag. „Wir konkurrieren nicht (mit den USA) um Syrien. Im Gegenteil: Wir wollen auf konstruktive Weise eine Lösung finden, denn diese Frage ist für

die Situation in der Region und der Welt extrem wichtig."

S-300 gilt als eines der besten Flugabwehrraketensysteme der Welt und kann sogar ballistische Langstreckenraketen abschießen. Die neuesten Modifikationen sind in der Lage, Ziele in einer Entfernung von 200 Kilometern und in bis zu 27 Kilometern Höhe zu bekämpfen.

Syrien hatte noch vor Beginn des Bürgerkonfliktes russische S-300 bestellt und einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Ende Mai berichteten Medien unter Verweis auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, dass Syrien erste S-300-Raketen aus Russland erhalten habe. Anfang Juni stellte der russische Präsident Wladimir Putin richtig: Die S-300-Lieferung sei vereinbart, aber noch nicht erfolgt.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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