Putins Berater: Kreml ist von den US-Belegen für Chemiewaffen-Einsatz in Syrien nicht überzeugt

Der Kreml glaubt den jüngsten US-Berichten über einen Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Armee nicht. Die vorgebrachten „Belege" sind laut Juri Uschakow, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, „nicht überzeugend".

„Die Amerikaner haben versucht, uns Informationen über einen Einsatz chemischer Waffen durch das Assad-Regime vorzulegen. Ich sage ganz offen: Das Vorgebrachte überzeugt uns nicht." Er wolle zwar

keine Parallelen „zum Reagenzglas von US-Außenminister Powell" ziehen, doch seien die vorgelegten Angaben nicht überzeugend.

Am Donnerstag hatte Ben Rhodes, stellvertretender Sicherheitsberater des US-Präsidenten Barack Obama, mitgeteilt, die USA hätten neue Beweise für einen C-Waffen-Einsatz durch syrische Regierungstruppen bekommen und diese Russland übergeben. Die syrische Regierung habe Giftgas gegen die Opposition eingesetzt und 150 Menschen getötet.

Im Jahr 2003 hatte der damalige US-Außenminister Colin Powell während einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat, mit der er den geplanten Krieg gegen den Irak gerechtfertigt hatte, ein Reagenzglas gezeigt, um zu demonstrieren, dass selbst eine kleine Menge Bakterien für einen Biowaffenangriff ausreichen würde. Nach dem militärischen Eingreifen fanden die USA keinerlei Belege für die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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