Syriens Außenminister: Damaskus würde russische Friedenstruppen auf Golan bedingungslos begrüßen

Die syrischen Behörden begrüßen bedingungslos den Vorschlag Moskaus, russische Bauhelme an die Trennlinie zwischen Syrien und Israel auf den Golanhöhen zu entsenden, so der syrische Vize-Außenminister Faisal al-Mekdad in einem Interview für RIA Novosti. „Wir würden eine Präsenz der russischen Friedenstruppen auf den Golanhöhen ohne Wenn und Aber begrüßen", sagte er.

Letzte Woche hatte Russland angeboten, sein Friedenskontingent zu entsenden, nachdem Österreich den Beschluss gefasst hatte, sein Kontingent angesichts der Gefahr für dessen Sicherheit abzuziehen. Zuvor hatten bereits Kroatien, Kanada und Japan ihre Kontingente abgezogen. Laut dem Protokoll zum syrisch-israelischen Abkommen von 1974 sind die Uno-Vetoländer, zu denen auch Russland gehört, nicht berechtigt, ihre Truppen auf dem Golan zu stationieren.

Nach Ansicht der russischen Seite sind die aus einem 40 Jahre alten Dokument stammenden Argumente nicht relevant. Am Mittwoch erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, die endgültige Entscheidung über den russischen Vorschlag würde von einer Zustimmung Syriens und Israels abhängen. Er habe nach eigenen Worten bisher keine einzige negative Äußerung zum Vorschlag der Russischen Föderation gehört.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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