NSA-Leaks: Dmitri Medwedjew bei G20 in London ausspioniert

Brisante Enthüllungen vor Beginn des G8-Gipfels in Nordirland: Der britische Geheimdienst hat dem The Guardian zufolge im Jahr 2009 G-20-Teilnehmer abgehört. Unter den angeblichen Spionage-Opfern der damalige russische Präsident Dmitri Medwedjew.

US-Spione, die an der Militärbasis der britischen Luftwaffe in North Yorkshire tätig waren, sollen neben der Gespräche von türkischen und südafrikanischen Diplomaten insbesondere die Telefonate

von Medwedjew und der russischen Delegation während des G20-Gipfels 2009 in London mitgeschnitten und die Informationen an die britischen Government Communications Headquarters (GCHQ) weitergegeben haben. Die britische Zeitung stützt sich dabei auf Dokumente von NSA-Whistleblower Edward Snowden. Wie erfolgreich die Abhör-Aktion war, ist nicht bekannt, so The Guardian.

Die Geheimdienstagenten hätten jedoch neue Spionagemethoden angewandt. Unter anderem sollen sie etwa eigenen Internetcafés für die Diplomaten eröffnet haben, in denen eigens eingerichtete Mail-Programme den elektronischen Schriftverkehr der Kunden verfolgten. Ziel der Spionage war laut der Zeitung, sich Vorteile bei den G20-Gesprächen zu verschaffen.

 

Dieser Beitrag erschiem zuerst bei RIA Novosti.

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