Ein Toter bei Explosion in einem Munitionslager im Gebiet Samara an der Wolga

Die ungeplante Detonation von Geschossen in einem Depot unweit der Stadt Tschapajewsk im Gebiet Samara an der Wolga am Dienstag hat nach neuesten Angaben ein Todesopfer gefordert. Wie Nikolai Merkuschkin, der Gouverneur des Gebiets, dem TV-Sender Russia-24 mitteilte, ist neben den 34 Verletzten ein Toter zu beklagen.

Der Pressesprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, gab bekannt, Putin habe nach einer Telefonkonferenz mit dem Gouverneur und anderen Offiziellen „in erster Linie Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen angeordnet". Zudem habe Putin Meruschkin aufgetragen, das Schadensausmaß einzuschätzen und dementsprechende Hilfsgelder von der russischen Regierung anzufordern, so Peskow.

Der Brand auf dem Testgelände breitete sich auf einem Gelände von drei Hektar aus, teilte die regionale Abteilung des russischen Zivilschutzministeriums mit. Am Mittwochnachmittag sind immer noch 0,3 Hektar von Schwelbränden erfasst.

Am Dienstag waren benachbarte Ortschaften evakuiert worden. Rund 6500 Menschen mussten in

Sicherheit gebracht werden. Die Autobahn Wolgograd-Samara wurde auf einer Länge von 68 Kilometern für den Verkehr gesperrt. Indem Depot lagerten rund 13 Millionen Geschosse mit einem Kaliber von 23 und 30 Millimeter. Die Unglücksursache ist noch nicht bekannt.

In russischen Munitionsdepots kommt es wegen Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften und wegen Schlamperei immer wieder zu schweren Unfällen mit Toten und Verletzten. Einer der folgenschwersten davon war zuletzt Anfang Oktober 2012 die Detonation von rund 4000 Tonnen Bomben und Granaten auf einem Truppenübungsplatz nahe der russischen Stadt Orenburg. Die zur professionellen Vernichtung bestimmte Munition war durch einen Fehler beim Verladen detoniert. Umliegende Orte mit Tausenden Einwohnern mussten evakuiert werden. Damals gab es glücklicherweise keine Todesopfer.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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