Alles wieder paletti? Putin und Merkel besuchen doch umstrittene Eremitage-Schau

Der russische Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben vor, am Freitagabend nach Abschluss des Programms im Rahmen des Petersburger Wirtschaftsforums die Ausstellung „Bronzezeit - Europa ohne Grenzen" zu besuchen. Zuvor hatten Medien berichtet, dass der zuvor geplante Eremitage-Termin nicht stattfindet.

„Wir haben nichts abgesagt", betonte Putin am Freitag beim Wirtschaftsforum. Wir wollten davon ausgehen, ob wir genügend Zeit für diesen Besuch haben oder nicht. Jetzt, nachdem Frau Kanzlerin

und ich uns das Timing angeschaut haben, haben wir festgestellt, dass wir genug Zeit sowohl für die Pressekonferenz als auch für das Treffen mit Geschäftskreisen und für einen Abstecher in die Eremitage haben. Insofern existiert dieses Problem einfach nicht."

„Am Abend werden Frau Bundeskanzlerin und ich die Ausstellung in der Eremitage besuchen. Wir werden, wie vereinbart, uns anschauen, was unsere Kollegen im Kulturbereich so tun und wie sich die gemeinsame Arbeit auf diesem Gebiet gestaltet", fügte er hinzu. Merkel bestätigte, dass der Besuch der Schau stattfinde, und fügte hinzu, dass sie ihre Haltung zu dieser Exposition äußern werde.

Zuvor hatten einige Medien unter Berufung auf den Regierungssprecher Steffen Seibert berichtet, dass einer der ursprünglich geplanten Termine, bei dem die Kanzlerin und Präsident Wladimir Putin gemeinsam eine Ausstellung hätten eröffnen sollen, gestrichen worden sei.

Die Bronzezeit-Ausstellung in der Petersburger Eremitage, für deren Eröffnung Ansprachen von Merkel und Putin vorbereitet worden waren, enthält, wie die deutsche Seite betonte, Exponate, die zur Beutekunst zählen und deren Rückgabe die deutsche Seite fordert. Es handle sich unter anderem um den „Goldschatz von Eberswalde", der im Moskauer Puschkin-Museum gelagert wird.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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