Kerry bei "Freunden Syriens" in Doha: Russland an Ausweitung von Kampfhandlungen in Syrien schuld

US-Außenminister John Kerry hat Russland vorgeworfen, durch seine Unterstützung für Syriens Präsident Baschar al-Assad zu einer Ausweitung der Militäraktivitäten in diesem Land beizutragen.

„Ich will darauf hinweisen, dass Russland Syrien bereits mit Waffen beliefert und das schon seit einer ganzen Weile. Selbst wenn Russland angeblich eine politische Beilegung des Problems anstrebt, hat es dadurch einen Zusammenschluss der Bemühungen von Assad sowohl mit den Iranern als auch mit Hisbollah ermöglicht, um einen intensiven Krieg gegen sein eigenes Volk zu führen“, sagte Kerry bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Doha.

Kerry war am Vortag nach Katar gekommen, um am Außenministertreffen der Kerngruppe der sogenannten Freunde Syriens teilzunehmen. Die „Freunde Syriens“ hatten bei ihrem Treffen Militärhilfe für die Regimegegner in Syrien beschlossen.

„Die Russen werden sagen, dass andere Länder Waffen an die Opposition liefern. Das stimmt auch.

Die Opposition gab jedoch klar zu verstehen, sie sei bereit, das ganze Volk des syrischen Staates zu verteidigen. Baschar al-Assad führt seinerseits den Kampf gegen die Mehrheit des syrischen Staates. Darin besteht meines Erachtens ein großer Unterschied.“

Zugleich äußerte Kerry seine Hoffnung auf eine „sehr enge“ Kooperation mit Russland bei der Beilegung des Konflikts.

Kerry betonte zugleich, Russland sei gewiss an der Stabilität sowie daran interessiert, die Zunahme des Extremismus in Syrien und in der ganzen Region nicht voranzutreiben. Russland sei zweifellos bereit, zur Einberufung der Genf-2-Konferenz beizutragen. Davon zeuge die Tatsache, dass Russlands Präsident Wladimir Putin beim jüngsten G8-Gipfel  ein gemeinsames Dokument zu Syrien unterzeichnet habe, so Kerry.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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