Russlands Finanzminister gegen Offshore-Verbot: Hauptsache - Eigentümer offen legen und Steuern in Russland zahlen

Laut dem russischen Finanzminister Anton Siluanow sollte ein Offshore-Engagement für Staatsunternehmen bzw. Unternehmen mit staatlicher Beteiligung weiterhin erlaubt sein.

„Was Staatsunternehmen und Unternehmen mit staatlicher Beteiligung sowie deren Abzug aus Offshore-Zonen betrifft, so würde ich keine solche Forderung erheben", so Siluanow am Mittwoch in

Sankt Petersburg. Wie er sagte, geht es nicht um den Standort eines Unternehmens, sondern darum, dass dieses keine Steuern hinterzieht.

Wenn ein Unternehmen die notwendigen Informationen über den betreffenden Eigentümer offen lege und Steuern in Russland zahle, dürfe es auch die jeweilige Offshore-Jurisdiktion, die vom rechtlichen Standpunkt aus bequem sei, nutzen, so der Minister.

„In einigen Fällen ist es für Unternehmen, auch für solche mit staatlicher Beteiligung, notwendig, sich in einem Offshore-Gebiet registrieren zu lassen, um ihre Geschäftstätigkeit in dem einen oder anderen Land führen zu können", sagte Siluanow. Es komme vor allem darauf an, dass die betreffenden Unternehmen die Steuergesetze einhielten.

Siluanow zufolge müssen für die in Offshore-Zonen ansässigen russischen Unternehmen gleich günstige Geschäftsbedingungen in ihrem Heimatland geschaffen werden, damit sie nach Russland zurückkehren könnten.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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