Snowden-Fall: USA fordern von Moskau erneut unverzügliche Auslieferung

Das Weiße Haus fordert die russische Seite auf, Edward Snowden unverzüglich auszuliefern, teilte Kathleen Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Journalisten mit.

„Wir stimmen Präsident Putin darin zu, dass wir keine negative Auswirkung dieses Falls auf bilaterale Beziehungen möchten", sagte sie. „Wir haben zwar kein Auslieferungsabkommen mit Russland, für

Snowdens Auslieferung gibt es aber legitime Gründe: Der Status seiner Dokumente und die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen. Deshalb bitten wir die russischen Behörden, unverzüglich Maßnahmen zu Snowdens Auslieferung zu ergreifen." Zuvor hatte auch der Sprecher des US-Außenamtes, Patrick Ventrell, ebenfalls an Russland appelliert, Snowden an die USA auszuliefern.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag mitgeteilt, Snowden sei als ein Transitpassagier in Moskau eingetroffen und habe die russische Staatsgrenze nicht überschritten.

Russland sei berechtigt, Ausländer nur an die Länder auszuliefern, mit denen entsprechende Abkommen bestehen, sagte der Präsident. Mit den USA habe Russland jedoch kein solches Abkommen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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