Snowden in Moskau: Russisches Transitvisum und ecuadorianischer Flüchtlingspass?

Der ehemalige US-Geheimdienstler Edward Snowden, der im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo vermutet wird, hat möglicherweise ein russisches Transitvisum mit einer Gültigkeit von drei Tagen erhalten, verlautete am Mittwoch aus einer gut informierten Quelle gegenüber RIA Novosti.

„Die Transit-Passagiere, die im Besitz eines Tickets für den Weiterflug sowie der erforderlichen Einreise-Dokumente für ein Drittland sind, dürfen ein russisches Transitvisum haben", so die Quelle. „Wenn

Snowden über diese Dokumente verfügt, so hat er das Recht, ein Visum bei der Konsularstelle direkt im Flughafen zu beantragen - was er durchaus auch tun konnte."

Nach Angaben von RIA Novosti hatte Snowden bereits zweimal - am 24. und am 25. Juni - Flugtickets Moskau-Havanna gebucht. Am 24. Juni blieb der für Snowden reservierte Sessel leer. Die Buchung für den Flug am Dienstag wurde einige Stunden vor dem Abflug storniert.

Für die Einreise in ein Drittland kann ein Flüchtlingspass ausreichen, den Snowden von der ecuadorianischen Regierung erhalten haben soll, was ein Wikileaks-Mitarbeiter zuvor mitgeteilt hatte. Die Enthüllungsplattform gibt Snowden juristische und organisatorische Unterstützung.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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