Moskau: Die jüngsten Kaukasus-Sicherheitsgespräche in Genf gescheitert

Moskau ist über die Resultate der jüngsten Runde der Kaukasus-Sicherheitsgespräche in Genf enttäuscht. Das sagte Russlands Vizeaußenminister Grigori Karassin am Mittwoch. "Ich muss offen bleiben: Die heutige Gesprächsrunde enttäuschte nicht nur uns, sondern auch Vertreter Abchasiens und Südossetiens." Er habe den Eindruck bekommen, dass die georgischen Partner nicht weniger "patriotisch und hart" wirken wollten als ihre Vorgänger. Die georgische Seite habe bei der Darlegung

ihrer Position überhaupt nicht argumentieren wollen, bemängelte der russische Diplomat.

"Zudem hatten sich die Vertreter Georgiens geweigert, die Diskussion fortzusetzen. Im Saal seien zu viele Vertreter Abchasiens und Südossetiens, was dem zuvor ausgehandelten Format zuwiderlaufe, begründeten sie ihre Position", sagte Karassin.

Die Genfer Diskussionen finden seit Oktober 2008 statt. Das ist bislang das einzige Format für Verhandlungen zwischen Vertretern Abchasiens, Südossetiens und Georgiens. An den Gesprächen nehmen auch Russland, die USA, die UN, die OSZE und die EU teil. Die russische Abordnung wird von Staatssekretär Karassin geleitet. Die nächste Gesprächsrunde findet Mitte Oktober statt.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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