Fall Snowden: Nicolás Maduro könnte den Whistleblower persönlich aus Moskau ausführen

Der Präsident Venezuelas Nicolas Maduro wird vielleicht Edward Snowden, den ehemaligen Mitarbeiter der NSA und CIA, den Informanten der Zeitungen The Washington Post und The Guardian persönlich aus Moskau ausführen. Madura, der zu den führenden Persönlichkeiten der Bolivarianischen Bewegung gehört, trifft am 1. Juli zu einem offiziellen Besuch in Moskau ein.

Der Besuch des Amtsnachfolgers von Hugo Chávez war schon lange vor Snowdens Moskau-Flug geplant. In den letzten Tagen allerdings hatte das Staatsoberhaupt deutlich vernehmen lassen, Caracas

sei bereit, dem Amerikaner Asyl zu gewähren.

Wie aus der Administration des russischen Präsidenten Wladimir Putin verlautete, wird die Frage des politischen Asyls für Edward Snowden im Rahmen des Treffens der beiden Staatsführer aufgegriffen. „Die letzte Entscheidung über die Möglichkeit eines politischen Asyls und die Art des Transfers von Snowden nach Caracas trifft Nicolas Maduro", sagte er.

Zuvor hieß es, Ecuador könne den Amerikaner aufnehmen. Washington jedoch reagierte mit Drohungen, die Quito zu einer vorsichtigeren Position bewegten und die Transitdokumente des flüchtigen Whistleblowers annullieren ließen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RBC.

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