Informant in russischem Geheimdienst: Snowden kann in Scheremetjewo bleiben, bis er Asyl erhält

Aus russischen Regierungskreisen heißt es, dass Snowden den Moskauer Flughafen Scheremetjewo erst verlassen werde, wenn er offiziell Asyl erhält.

Aus russischen Regierungskreisen heißt es, dass Snowden den Moskauer Flughafen Scheremetjewo erst verlassen werde, wenn er offiziell Asyl erhält. Grund dafür sei die Annullierung seines Reisepasses durch die US-Behörden.

Der flüchtige Ex-Mitarbeiter des CIA Edward Snowden werde sich so lange im Transitbereich des Flughafens Scheremetjewo aufhalten, bis ihm ein Land politisches Asyl gewährt, berichtete RIA Nowosti mit Verweis auf gut informierte Regierungskreise. „Snowden wird nicht wegfliegen, bevor ihm nicht Asyl gewährt wird. Sein Reisepass ist annulliert worden“, sagte der Informant.

Snowden übermittelte detaillierte Informationen über geheime Projekte des US-amerikanischen Geheimdienstes CIA zur Überwachung amerikanischer und internationaler Personen. Er floh aus den

USA nach Hong Kong und dann weiter nach Moskau, wo er sich seitdem im Transitbereich des Flughafens Schweremetjewo aufhält. Die US-Regierung fordert die Auslieferung von Snowden.

Am Dienstag wurde auf dem Portal von Wikileaks eine Liste von 21 Staaten veröffentlicht, in denen Snowden Asyl beantragt hat. Nach Informationen von Wikileaks handelt es sich dabei um Österreich, Bolivien, Brasilien, Venezuela, Deutschland, Indien, Irland, Spanien, Italien, China, Kuba, die Niederlande, Nikaragua, Norwegen, Polen, Russland, Finnland, Frankreich, die Schweiz, Island und Ekuador. Nach aktuellem Stand haben bereits mindestens zehn der genannten Staaten seinen Asylantrag abgelehnt.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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