Das russische Außenamt kritisiert Länder, die der bolivianischen Präsidentenmaschine Überflugverbot erteilt haben

Dem russischen Außenministerium missfällt das Verhalten von Frankreich, Spanien und Portugal gegenüber Bolivien und Russland im Zusammenhang mit einem Vorfall mit der bolivianischen „Air Force One“.

„Das Verhalten von Frankreich, Spanien und Portugal kann man kaum als eine Freundschaftsgeste gegenüber Bolivien aber auch Russland ansehen. Das verhängte Überflugverbot hätte eine Katastrophe an Bord des Flugzeugs auslösen können und stellte eine ernsthafte Gefahr für das bolivianische Staatsoberhaupt dar“, heißt es in einem Kommentar aus dem Ministerium. „Ein Staatschef genießt international Schutz. Russland wird sich bei der UN für die lückenlose Anwendung internationaler Rechtsstandards einsetzen, die eine Immunität solcher Personen garantieren“, unterstrich das Außenministerium.

Das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales, der nach einem Staatsbesuch in Moskau auf dem Weg in die Heimat war, musste einen unerwarteten Zwischenstopp auf dem Flughafen Wien einlegen. Zuvor hatte eine Reihe europäischer Staaten der bolivianischen  Staatsmaschine ein Überflugverbot erteilt, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtet.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Kommersant.