Russisches Außenministerium: Iran spielt keine destruktive Rolle im Syrien-Konflikt

Der stellvertretende russische Außenminister Gennadij Gatilow bewertet die Rolle Irans im Syrien-Konflikt nicht als destruktiv und glaubt, dass Teheran an der „Genf-2“-Konferenz gleichberechtigt mit allen anderen Nachbarn aus der Region teilnehmen muss.

„An der „Genf-2“-Konferenz sollen alle Nachbarn Syriens teilnehmen: Jordanien, Libanon, die Arabische Liga, Saudi-Arabien und Katar. Jedoch hat auch der Iran das gleiche Recht, an dieser Veranstaltung teilzunehmen“, erklärte Gatilow. Der Iran sei ein Land, das von allen als ein wichtiger regionaler Faktor im Syrien-Konflikt anerkannt werde.

„Unsere amerikanischen Partner“, so Gatilow weiter, „sind leider anderer Meinung. Sie glauben, dass

der Iran eine destruktive Rolle im syrischen Konflikt spielt und an diesem Treffen nicht teilnehmen sollte. Die Teilnahme Irans an der Konferenz würde keine positiven Effekte haben. Wir sind mit dieser Position überhaupt nicht einverstanden und glauben im Gegenteil, dass die Teilnahme eines solch großen Landes der Region wie des Iran, der in Wirklichkeit einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Syrienkonflikts hat, zur Suche nach Wegen einer politischen Regulierung positiv beitragen kann.“

Laut Gatilow sollten alle wichtigen Vertreter der syrischen Opposition auf der Konferenz anwesend sein. „Es ist gut bekannt, dass es viele davon gibt. Die Opposition ist zersplittert, die Parteien haben keine gemeinsame Plattform, sie haben nur ein einziges verbindendes Element: Sie alle wollen, dass Assad von der politischen Bildfläche verschwindet.  Zu allen anderen Fragen gibt es keine gemeinsamen Positionen“, betonte der russische Vize-Außenminister

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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