Boston-Attentäter Dschochar Zarnajew plädiert vor Gericht auf „nicht schuldig“

Dschochar Zarnajew, der mutmaßliche Attentäter des Boston-Marathons am 15. April dieses Jahres, wies am Mittwoch bei der Verlesung der Anklageschrift vor dem US-Bundesgericht Massachusetts alle 30 Anklagepunkte zurück.

Nach der Anklageverlesung durch die Staatsanwaltschaft bekannte sich Zarnajew in allen Punkten als

„nicht schuldig“. Zarnajew wurde nach der ersten Anhörung in Handschellen aus dem Gerichtssaal abgeführt. Bevor er den Gerichtssaal verließ, lächelte er seiner Familie kurz zu. Im Gerichtssaal waren Hinterbliebene der getöteten Opfer als auch viele Opfer des Terroranschlags selbst anwesend. Nach amerikanischem Recht droht Zarnajew eine lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

Die Strategie der Verteidiger wird wahrscheinlich sein, das Gericht davon zu überzeugen, dass Zarnajew nicht die Schlüsselrolle bei der Ausführung des Terroranschlags gespielt habe. Seinen Anwälten zufolge sei Zarnajews getöteter älterer Bruder Tamerlan für den Anschlag verantwortlich gewesen.

Die nächste Anhörung ist für den 26. September 2013 angesetzt.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Rosbalt.

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