Moskau zur Lage in Ägypten: Instabilität im Lande birgt langfristige Risiken für ganz Nahost

Die Instabilität in Ägypten schafft laut Russlands Außenminister Sergej Lawrow langfristige Risiken für die internationalen Beziehungen im Nahen Osten.

„Wir sind daran interessiert, dass Ägypten endlich Stabilität erlangt - ebenso wie die ganze Region, die derzeit besonders ernsthafte Risiken, dabei langfristig, für die internationalen Beziehungen hervorbringt", sagte Lawrow am Donnerstag nach einem Gespräch mit seinem malaysischen Kollegen Anifah Aman.

Ägypten sei das größte und führende Land der Region, sagte er weiter. Davon, wie sich die Lage in Ägypten weiter gestalte, hänge die Entwicklung in der ganzen Region wie auch in gewissem Maße außerhalb der Region, darunter in der islamischen Welt, ab.

Das ägyptische Volk habe selbstständig über seine Zukunft zu entscheiden. Das müsse auf der Grundlage eines nationalen Dialogs erfolgen, zu dem alle politischen Kräfte, alle Gesellschaftsschichten und Vertreter aller Konfessionen und ethnischen Gruppen mobilisiert werden müssten.

„Wir hoffen sehr, dass die Initiativen, die auf den Start eines solchen nationalen Dialogs, auf eine Stabilisierung der Lage, auf die Umsetzung der Aufgaben der Übergangsperiode sowie auf die Vorbereitung von freien demokratischen Wahlen abzielen, von Erfolg gekrönt werden", fügte Lawrow an.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland