Patriarch Kyrill: Homo-Ehen sind ein Apocalypse-Symptom

 Patriarch Kyrill, das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, hat die Einführung von gleichgeschlechtlichen Ehen in vielen Ländern als ein „sehr gefährliches Apokalypse-Symptom" bewertet.

„In letzter Zeit sind wir mit riesigen Versuchungen konfrontiert, wenn in einer Reihe von Ländern die Wahl zugunsten der Sünde vom Gesetz bestätigt und gerechtfertigt wird und diejenigen, die ihrem

Gewissen folgen und gegen solche von einer Minderheit aufgedrängten Gesetze kämpfen, von Repressionen betroffen sind", sagte der Patriarch nach der Sonntagsmesse in der Kasaner Kathedrale auf dem Roten Platz.

Im Geltungsbereich der „Heiligen Rus" dürfe die „Sünde" keine Bestätigung finden, so das Kirchenoberhaupt, sonst schlage das Volk „den Weg der eigenen Vernichtung" ein, ließ der Patriarch verlauten.

Heute würden kolossale Kräfte aufgebracht, um „uns alle" zu überzeugen, dass die freie Wahl „die einzige Wertigkeit" darstelle. Selbst wenn Menschen „sozial gefährliches Verhalten" an den Tag legen und somit „das Böse wählen", dürfe in diesem Credo niemand es wagen, an der persönlichen Wahlfreiheit zu rütteln, kritisierte der Kirchenmann.

Während aktuell in mehreren US-Bundesstaaten, in Großbritannien und Frankreich, aber auch in Deutschland Gesetze zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit dem heterosexuellen Bund der Ehe beschlossen werden, hat Russland im Juni 2013 ein Adoptionsverbot durch gleichgeschlechtliche Paare aus dem Ausland erlassen.

Auch in den europäischen Ländern reagiert die Geistlichkeit auf die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule durchaus skeptisch. In Großbritannien etwa ist den anglikanischen Priestern explizit verboten, gleichgeschlechtlichen Paaren den Segen zu geben.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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