Russland begeht erstmals Tag der Gefallenen im Ersten Weltkrieg

Erstmals wird am Donnerstag in Russland der „Tag der Gefallenen im Ersten Weltkrieg“ begangen. Im Namen des Staates legte der Vorsitzende der Staatsduma und Vorsitzende der Russischen Historikergesellschaft Sergej Naryschkin in Moskau am Denkmal „Der im Ersten Weltkrieg 1914-1918 Gefallenen“ einen Kranz mit Trauerschleife nieder.

Das Datum, so teilte der Pressedienst der Staatsduma mit, wurde auf Initiative russischer

Parlamentarier im Oktober 2012 festgelegt und sei dem Tag des Eintritts des Russischen Reiches in den Ersten Weltkrieg gewidmet.

Am 1. August 1914 hatte Deutschland dem Russischen Reich den Krieg erklärt. Verschiedene Quellen beziffern die Zahl der gefallenen russischen Soldaten auf zwei Millionen. Insgesamt ließen 3,5 Millionen Russen ihr Leben.

Für das Russische Reich endete die Teilnahme am Ersten Weltkrieg mit der Oktoberrevolution, die in einen Bürgerkrieg überging und zur Unterzeichnung eines separaten Friedensabkommens mit Deutschland führte. Damit gehörte Russland zu den Verlierern des Krieges.

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