Dem russischen Chemiegiganten Uralkali droht eine Abstufung seiner Kreditwürdigkeit

Die internationale Ratingagentur Moody's setzte Uralkali nach eigenen Angaben auf CreditWatch-Liste. Ihre Entscheidung führte die Agentur am Donnerstag darauf zurück, dass Uralkali Ende Juni dieses Jahres aus einer Vertriebsallianz mit Weißrussland ausgestiegen war. Dieser Schritt habe den globalen Markt für Kalidünger buchstäblich erschüttert, hieß es.

Künftig sollten alle Exporte über die eigene Handelsgesellschaft und nicht mehr über die Weißrussische

Kali-Gesellschaft (BKK) abgewickelt werden, hatte Uralkali am 30. Juli in Perm am Ural mitgeteilt. Bei der Kooperation mit den weißrussischen Partnern innerhalb des BKK-Verbundes sei es zu einer Blockade gekommen. Der Konkurrent Belaruskali habe Lieferungen außerhalb von BKK vorgenommen. Eine erneute Kooperation werde für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen, hieß es.

Laut Branchenkennern dürfte der Ausstieg aus der Exportkooperation den Wettbewerb in der Branche insgesamt erhöhen und somit den Druck auf die Preise verstärken. Der Kalipreis hatte sich zuletzt auf vergleichsweise niedrigem Niveau stabilisiert.

Uralkali ist einer der größten Kaliförderer weltweit mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent. Der Konzern betreibt fünf Minen und beschäftigt 11 800 Mitarbeiter. Als wichtiger Markt gilt China. Uralkali plant, die Förderung von 10,5 Millionen Tonnen im laufenden Jahr auf 13 Millionen Tonnen 2014 zu erhöhen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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