Gazprom will in Gasprojekte des deutschen Unternehmens Wintershall in Argentinien eintreten

Gazprom weitet seine Geschäfte in Südamerika aus, berichtet die Zeitung Kommersant unter Verweis auf gut unterrichtete Kreise. Wie die Zeitung schreibt, habe der russische Gas-Monopolist neben Projekten in Bolivien und Venezuela auch Verhandlungen über den Eintritt in Gasprojekte des deutschen Unternehmens Wintershall in Argentinien aufgenommen. Konkrete Fundstätten wurden von den Quellen nicht genannt. Gazprom und Wintershall geben keinen Kommentar zu der Situation ab.

Im November 2012 kam es zu einem Austausch von Aktiva zwischen Gazprom und Wintershall.

Demnach fallen Gazprom neben den drei gemeinsam mit Wintershall geführten Vertriebsunternehmen Wingas, WIEH und WIEE auch Anteile an unterirdischen Lagerstätten und an Vermögenswerten in der Nordsee zu.

Im Austausch dafür bekommt Wintershall 25 Prozent der Aktien sowie die Option auf Erhöhung des Anteils auf 50 Prozent im Zusammenhang mit der gemeinsamen Ausbeutung des vierten und fünften Blocks des Urengoi-Gasfelds in Sibirien. Das Urengoi-Gasfeld verfügt über Gasreserven in Höhe von 274 Milliarden Kubikmeter. Das Abkommen soll bis Ende des Jahres unterzeichnet werden.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei gazeta.ru.

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