Nach Moody's jetzt auch Standard & Poor's droht Uralkali mit Abstufung

Nach Moody's droht nun auch die zweite renommierte internationale Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) dem russischen Chemiegiganten Uralkali mit einer Abstufung seiner Kreditwürdigkeit.

Am Montag setzte S&P Uralkali auf die CreditWatch-Liste, teilte die Agentur mit. Der Beschluss resultiere aus einer Ende Juni dieses Jahres von Uralkali getroffenen Entscheidung, aus einer Vertriebsallianz mit Weißrussland auszusteigen, hieß es. Am vergangenen Donnerstag hatte die Moody's-Agentur bereits den Konzern aus gleichem Grund auf ihre CreditWatch-Liste gesetzt.

Zuvor hatte die Bank of America Merrill Lynch Global Research (BofA-ML) den prognostischen Wert Globaler Hinterlegungsscheine (GDR) auf Uralkali-Aktien um 24 Prozent gesenkt - von 42 auf 32 US-Dollar pro Stück. Die Empfehlung für die Papiere sei von „buy" auf „hold" gesenkt worden. Die russische Investmentbank VTB Capital setzte den prognostischen Stückpreis für das Papier noch stärker herab - auf 28,5 Dollar.

Uralkali ist einer der größten Kaliförderer weltweit mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent. Der Konzern betreibt fünf Minen und beschäftigt 11 800 Mitarbeiter. Als wichtiger Markt gilt China. Uralkali plant, die Förderung von 10,5 Millionen Tonnen im laufenden Jahr auf 13 Millionen Tonnen 2014 zu erhöhen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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