Der schwerste Internet-Raub in der Geschichte der USA: Dem russischen Hacker droht lebenslänglich

Der wegen Cyberkriminalität in den USA angeklagte Dmitri Smiljanez aus Russland hat bei den ersten Gerichtsverhandlungen in Newark (US-Bundesstaat New Jersey) seine Schuld abgestritten, meldet Reuters am Dienstag.

Der wegen Cyberkriminalität in den USA angeklagte Dmitri Smiljanez aus Russland hat bei den ersten Gerichtsverhandlungen in Newark (US-Bundesstaat New Jersey) seine Schuld abgestritten, meldet Reuters am Dienstag.

Laut den Ermittlern waren die Russen Alexander Kalinin, Wladimir Drinkman, Roman Kotow und Dmitri Smiljanez sowie der Ukrainer Michail Rytikow sieben Jahre lang in die Computernetzwerke von großen US-amerikanischen und internationalen Unternehmen eingedrungen und hatten die Daten von insgesamt mehr als 160 Millionen Kredit- und Debitkarten heruntergeladen und weiterverkauft. Die dadurch entstandenen Verluste werden auf hunderte Millionen US-Dollar geschätzt. Die Staatsanwaltschaft spricht vom bisher schwersten Hacker-Raub in der Geschichte der USA.

Wie Smiljanez' Anwalt Bruce Provda zu Reuters sagte, bekennt sich sein Mandant nicht schuldig und will eine Untersuchung zu den Umständen seiner Verhaftung im vorigen Jahr in den Niederlanden durchsetzen.

Das Gericht in New Jersey hatte die fünf Programmierer Ende Juli in Abwesenheit offiziell angeklagt. Smiljanez und Drinkman waren vor einem Jahr von den niederländischen Behörden festgenommen worden. Smiljanez wurde im September 2012 an die USA ausgeliefert und dort vor Gericht gestellt. Jetzt geht es darum, Drinkman an die USA zu überstellen. Nach den anderen beiden Angeklagten wird noch gefahndet.

Sollte die Schuld von Smiljanez in allen Anklagepunkten bewiesen werden, könnte er wegen verschwörerischem Betrug bis zu 30 Jahre Haft, wegen Betrug in Netzwerken weitere 30 Jahre und wegen ungesetzlicher Zugriffe auf Computer anderer Nutzer je fünf Jahre Haft bekommen, so Reuters.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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