Nach Homophobie-Vorwürfen: Issinbajewa fühlt sich falsch verstanden

Die russische Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa wehrt sich gegen die Homophobie-Vorwürfe, die nach einer Pressekonferenz laut geworden waren. Da sie sich nicht auf ihrer Muttersprache, sondern auf Englisch geäußert habe, habe man sie wohl falsch verstanden, zitiert AFP die Sportlerin.

Am Donnerstag hatte sich die Leichtathletin, die bei der WM in Moskau ihre dritte Weltmeisterschaftsmedaille errungen hatte, als Befürworterin des umstrittenen Verbots der

„Propaganda nicht traditioneller sexueller Beziehungen vor Minderjährigen" zu erkennen gegeben und gefordert, dass die Teilnehmer der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 das russische Gesetz achten.

„Englisch ist nicht meine Muttersprache, deshalb wurde ich einfach missverstanden, als ich gestern sprach. Alles, was ich sagen wollte, ist, dass die Leute die Gesetze eines anderen Landes respektieren müssen, besonders, wenn sie zu Gast dort sind. Ich möchte klarstellen, dass ich die Ansichten anderer Sportler respektiere. Ich trete mit aller Bestimmtheit gegen jede Diskriminierung von Homosexuellen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung auf, das ist eine Verletzung der Olympischen Charta", erklärte Issinbajewa.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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