Der russische Außenminister: Gewaltanwendung gegen Syrien wäre grober Verstoß gegen Völkerrecht

Die Anwendung von Gewalt gegen Syrien ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates wäre ein äußerst grober Verstoß gegen das Völkerrecht", so der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau in einer Pressekonferenz.

Es würden schon aus Paris und London Erklärungen laut, dass chemische Waffen in Syrien auch ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates vernichtet werden müssten. Das sei ein gefährlicher, ein schlüpfriger Weg, so Lawrow. „Unsere westlichen Partner hatten schon mehrmals diesen Weg betreten. Ich hoffe, dass der gesunde Menschenverstand doch noch triumphieren wird", sagte Lawrow.

Wie Lawrow zuvor mitteilte, hat er sich mit seinem US-Amtskollegen John Kerry darüber verständigt, in

den kommenden Tagen telefonische Konsultationen zu Syrien durchzuführen.

Laut früheren Medienbeichten hatte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel in einer Erklärung darauf verwiesen, dass die US-Streitkräfte zur Regelung der Syrien-Frage in diesem Land ein militärisches Szenario umsetzen könnten, falls ein diesbezüglicher Befehl von Präsident Barack Obama ergehen sollte. Das britische Außenministerium verwies am Montag auf die Möglichkeit eines Eingreifens in den syrischen Konflikt ohne einhellige Zustimmung der Mitglieder des UN-Sicherheitsrates. Frankreich hat ebenfalls ein gewaltsames Vorgehen in Umgehung des UN-Sicherheitsrates nicht ausgeschlossen. Die Türkei erklärte sich bereit, sich jeder Koalition gegen das Regime von Baschar Assad anzuschließen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.