Kommunistische Partei Russlands fordert Aberkennung von Nobel-Friedenspreis Barack Obamas

Angesichts der aktuellen Situation in Syrien will die Kommunistische Partei Russlands (KPRF), nach der Kreml-Partei "Einiges Russland" die zweitstärkste Partei im Land, eine Kampagne zur Aberkennung des Nobel-Friedenspreises des US-Präsidenten Barack Obama starten, wie der Vizechef der Staatsduma und stellvertretende Vorsitzende des Zentralkomitees der KPRF, Iwan Melnikow, am Donnerstag in Moskau in einer Pressekonferenz sagte.

„Wir alle wissen nur zu gut, dass die ganze Welt die Situation in Syrien verfolgt. Ich finde die Aussage

der US-Administration, dass die Situation in Syrien die nationale Sicherheit der USA bedrohe, absurd. In Wirklichkeit stellt das Vorgehen der USA eine Bedrohung dar", so Melnikow.

„Wir halten es für äußerst wichtig, eine Kampagne zum Entzug des Titels eines Nobel-Friedenspreisträgers von Barack Obama einzuleiten", so der Staatsduma-Vizechef.

Der Nobel-Friedenspreis war dem US-Präsidenten im Jahr 2009 für seine Bemühungen um die Schaffung einer atomwaffenfreien Welt und für seine außerordentlichen Anstrengungen zur Festigung der internationalen Diplomatie zuerkannt worden. Laut dem Norwegischen Nobelkomitee hat Obama als US-Präsident ein neues Klima in der internationalen Politik geschaffen, wobei die vielseitige Diplomatie eine Schlüsselposition einnehme sowie die Rolle der UNO und anderer internationaler Organisationen hervorgehoben werde.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland