Russische Trägerrakete Proton-M bringt den europäischen Kommunikationssatelliten ins All

Russland hat erstmals seit dem Glonass-Absturz im Juli wieder eine Trägerrakete Proton-M gestartet, teilte ein Vertreter der Russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos RIA Novosti mit. Die Rakete soll den europäischen Kommunikationssatelliten Astra 2E in seine Umlaufbahn bringen.

Am 2. Juli war eine Proton-M-Rakete mit drei russischen Navigationssatelliten Glonass-M in der ersten Startminute auf dem Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) abgestürzt. Eine Kommission zur Ermittlung des Vorfalls gelangte zu dem Schluss, dass ein falsch installierter Sensorblock der Winkelgeschwindigkeiten die Panne verursacht hatte. Um solche Zwischenfälle in der Zukunft zu

vermeiden, beschloss Roskosmos, die Sensorform zu ändern.

Der Proton-Start erfolgte ohne Zwischenfälle und in der berechneten Zeit. Der Weltraumapparat soll sich um 10.50 Uhr Moskauer Zeit vom Beschleunigungsblock Briz-M abtrennen.

Der Satellit Astra 2E mit einer Masse von sechs Tonnen war vom französischen Unternehmen EADS Astrium im Auftrag des Satellitenbetreibers SES Astra (Luxemburg) auf der Plattform Eurostar 3000, deren aktive Betriebsdauer 15 Jahre ausmacht, hergestellt worden.

Der Weltraumapparat ist für die Übertragung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen im Analog- und Digitalformat bestimmt und soll Kunden in Europa, dem Nahen Osten und Afrika mit Mobilfunk und Internet versorgen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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