Duma-Chef: Keine LGBT-Diskriminierung in Russland

Der Duma-Vorsitzende Sergej Naryschkin ist Behauptungen entgegengetreten, dass sexuelle Minderheiten in Russland diskriminiert werden.

„Personen mit beliebiger sexueller Orientierung haben bei uns bei diesem Merkmal keine Beschränkungen: Weder in der Arbeit noch in der Ausbildung noch in der gesellschaftlich-politischen

Betätigung. Sie gestalten ihr Leben frei und entsprechend ihren Bevorzugungen", sagte Naryschkin am Dienstag auf der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE) in Straßburg.

„Doch darf man Kindern nichts aufzuzwingen, bevor sie volljährig werden, geschweige denn propagieren". Darauf ziele eben das Gesetz gegen die Propaganda von Homosexualität unter den Minderjährigen ab. Naryschkin verwies darauf, dass viele Kommentatoren „bewusst oder zufällig" die Worte „unter den Minderjährigen" weglassen, wenn sie das neue russische Gesetz kritisieren. Damit würden der Inhalt und der Zweck des Gesetzes verdreht.

Der Duma-Chef betonte, die Menschen mit einer nichttraditionellen sexuellen Orientierung hätten in Russland die gleichen Rechte wie traditionell orientierte Menschen. "Bei uns gibt es viele Menschen mit einer unkonventionellen sexuellen Orientierung, die es im Leben zu etwas gebracht haben. Sie sind in unternehmerischer Tätigkeit, in Kunst und in anderen schöpferischen Tätigkeitsbereichen erfolgreich", so Naryschkin.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.