EU gegen Gazprom: Dem russischen Energieriesen droht eine Milliardenstrafe

Die EU-Kommission bereitet laut dem EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia eine Mitteilung mit Beschwerdepunkten gegen den russischen Energiekonzern Gazprom vor, meldet Reuters am Donnerstag.

Die Kommission, die dem russischen Staatsunternehmen unfaire Geschäftspraktiken und Wettbewerbsverzerrung vorwirft, kann Gazprom mit einer Strafe von bis zu 15 Milliarden Dollar belegen.

Im September 2012 hatte die EU-Kommission ein Verfahren gegen Gazprom eingeleitet. Die

Europäische Union verdächtigt Gazprom, durch die Aufteilung der Gasmärkte freie Lieferungen in EU-Länder beschränkt, eine Diversifizierung der Lieferungen behindert und zu nicht marktüblichen Preisen verkauft zu haben.

Die Ermittlung betrifft laut dem EU-Wettbewerbskommissar die Märkte von Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Ungarn,  Bulgarien und der Slowakei.

„Es ist noch zu früh, unsere weiteren Schritte in dieser Ermittlung zu diskutieren“, sagte Almunia. „Jetzt haben wir damit begonnen, eine Beschwerdemitteilung vorzubereiten.“

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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