Rosneft kooperiert mit China bei Erkundung von Ölfeldern in Russlands Fernem Osten

Das größte russische Ölunternehmen Rosneft und der staatliche chinesische Ölkonzern CNPC haben ein Absichtsprotokoll über die Gründung eines Joint Ventures zur Erschließung von Ölfeldern Westsibiriens und des Fernen Ostens unterzeichnet, berichtet die online-Zeitung Lenta.ru unter Berufung auf eine Mitteilung des chinesischen Unternehmens.

Der russische Ölkonzern werde dabei 51 Prozent und der chinesische 49 Prozent der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen halten. Künftig wollen Rosneft und CNPC Ölfelder im Westsibirien und im Fernen Osten gemeinsam erschließen. Das geförderte Erdöl solle nach China und an andere asiatisch-pazifische Staaten geliefert werden.

Die Unterzeichnung des Absichtsprotokolls fand in Peking im Beisein von Rosneft-Chef Igor Setschin und des chinesischen Vize-Premiers Zhang Gaoli statt.

Nach Medienberichten von Anfang September will Petrochina, ein Tochterunternehmen von CNPC,

zehn Milliarden Dollar in die Erdöl- und Erdgasaktiva von Rosneft und Gazprom, Russlands staatliche Erdgasgesellschaft, anlegen.

Im Juni hatte Setschin bekannt gegeben, Rosneft wolle in den kommenden 25 Jahren bis zu 360 Millionen Tonnen Öl an China liefern. Das vollständige Vertragsvolumen werde auf 60 Milliarden US-Dollar geschätzt. Darauf hätten sich Rosneft und CNPC im März geeinigt.

Neben Westsibirien kooperieren der russische und der chinesische Energieriese beim Bau einer Erdölraffinerie in Tianjin sowie bei den geologischen Erkundungsarbeiten am russischen Festlandsockel in der Barentssee und in deren Randmeer Petschora-See in der Arktis.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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