Gazprom: Ukraine schuldet für das gelieferte Gas über 850 Millionen Dollar

Bei Gazprom wachsen wieder die Sorgen um das Gasgeschäft mit der Ukraine. Trotz bedeutender Präferenzen hat das osteuropäische Land die August-Rechnung in Höhe von 882 Millionen Dollar immer noch nicht beglichen, wie der Chef des russischen Staatskonzerns Alexej Miller mitteilte.

„Diese Situation beunruhigt uns sehr", sagte Miller am Dienstag in Moskau. Das umso mehr, weil Gazprom zahlreiche Präferenzen gewährt habe. So sei der Zahltermin für die August-Rechnung bis zum 1. Oktober verlängert worden. Zudem habe Gazprom die Transitgebühren, die die Ukraine für die Durchleitung des russischen Gases weiter nach Europa kassiert, bis Januar 2015 vorabgezahlt, damit

Kiew seinen Verbindlichkeiten rechtzeitig nachkommt. Darüber hinaus räumte Gazprom einen Preisnachlass von mehr als 500 Millionen Dollar ein, damit die Ukraine ihre Gasspeicher für die Winterzeit auffüllt.

Miller forderte die Ukraine auf, die offene Rechnung unverzüglich zu bezahlen. Laut Vertrag darf Gazprom weiteres Gas nur gegen Vorauszahlung liefern, wenn die Ukraine in Verzug geraten sollte.

Vor einigen Jahren hatte ein Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine zu massiven Lieferausfällen in Ost- und Mitteleuropa geführt.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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